Notenbild Harmonie Leutesheim

Kapellmeister Heinz Koschill, selbst an der Klarinette zu hören, holte sein Gesangduo auf die Bühne. Anita und Ernst Kleinmann sind singender Bestandteil der "Litzmer Wiedeköpf". Der frühere Leutesheimer Ortsvorsteher und Gattin bereicherten den volkstümlichen Abend in Leutesheim. Unter anderem mit der "Kuschel-Polka". Im Anschluss an dieses Stück könne das Separee gemietet werden, sagte Gerhard Wagner zu den Gästen und blickte dabei auf die Dekorationen vor der Bühne, die unter anderem aus einem Bett aus Uromas Zeiten bestanden.

Die Kapelle gab nun richtig Gas. Das "Zigeunerlied" und die "Sakvicka-Polka" zwangen insbesondere die Klarinetten zu Höchstleistungen. Auf Josef Poncars "Vogelwiese" trafen die Wiedeköpf auf die "Kleine Anuschka" und die "Fischerin vom Bodensee". Gerhard Wagner erzählte, dass er vor kurzem zusammen mit seiner Frau auf einer Hotelterrasse am "schwäbischen Meer" gesessen hatte. Dieses Panorama verschlage ihr die Sprache, hätte seine Frau geschwärmt. Worauf er geantwortet habe: "Hier bleiben wir vier Wochen."

Kurzeilige und vor allen Dingen sehr amüsante Einlagen kamen vom Alemannischen Theater aus Kehl. Ein Ehepaar (Ingrid Scheer und Markus Herrel) hatten in der Leutesheimer Seniorenresidenz übernachtet. Sie wunderten sich, dass der Hotelier (Michael Krieger) für eine Übernachtung 300 Euro verlangte. Das umfangreiche Wellness-Angebot hat eben seinen Preis, ob man es nun in Anspruch nimmt oder nicht, hieß es an der Rezeption. Das aus checkende Paar zog vom Übernachtungspreis 200 Euro ab und rechtfertigte das mit einer amüsanten Gegenrechnung. Und schlimmer hätte es nicht kommen können, als sich der Sohn (Ingo Stiefel) zum Entsetzen seiner Eltern (Bärbel Simm-Hoppler und Michael Krieger) offenbarte: Er spricht nur Hochdeutsch.

Pressetext von Jürgen Preiß