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Litzmer Narren schneiden im Dschungelcamp gut ab

Kehl-Leutesheim (pr). Leutesheim wurde am Samstagabend seinem Ruf als Narrenhochburg wieder einmal gerecht. Über 100 Akteure boten in der vollbesetzten Mehrzweckhalle dreieinhalb Stunden lang eine sehenswerte Show. „Litze“ tauchte ein in die Tiefen des Dschungels.

Petra und Jochen Hummel verloren dabei nie den Überblick. Das Moderatenteam wurde von drei Affen, vom Sportverein ausgeliehen, auf Baumwipfelhöhe in den Saal geschoben. 24 junge Damen gaben im Anschluss auf der Bühne Vollgas. Die Prinzengarde nebst Nachwuchs legte einen temporeichen Auftritt aufs Parkett. Sie zeigten das volle Programm, was man bei einem Gardetanz erwarten darf. Das Zusehen machte richtig Spaß und die Mädchen genossen den Applaus, der zu mehr aufforderte. Für Zugaben war am Samstagabend in Litze zunächst aber keine Zeit.

Boris Faulhaber hatte die Bier-Messe besucht und war bei der Anreise froh, dass die Bahn zwar nicht fortwährend Internet, aber zumindest durchgängig Schienen anbieten konnte. Auf dem Messegelände fuhr der Ortsvorsteher-Sohn im Sanifair-WC Karussell. Seine Leber hatte den klaren Mirabellenschnaps einfach nicht kommen sehen, klagte er.

„Wenn ich groß bin, will ich Handwerker sein“, skandierten die Fußballer vom Sportverein um Marco Zier bei der Image-Kampagne für das Handwerk. Bei ihrem Tanz gab’s Übungen für Bauch, Beine und Po. Körperpflege war danach bei „Amora“ angesagt. Christian Habelt, Stefan Hummel, Ottmar Schneider, Sebastian Schulz und Volker Wirth schnitten ihre Zehnägel mit Heavy Metal. Und alle im Saal wunderten sich, dass das mit Heckeinschere und Flex heil über die Bühne ging.

Pures 80er Jahre Feeling vermittelten die Silver Girls um Harmonie-Chefin Jelina Baumert in ihren bunten Kostümen und mit einem attraktiven Tanzauftritt. Love-Coach Petra Hummel wollte danach einem eingefleischten Junggesellen, gespielt von ihrem Mann Jürgen, auf die Sprünge helfen. Der konnte nicht mal ein Wurstbrot anrufen, weil ständig belegt. Die Therapeutin merkte schnell: Das ist ein hoffnungsloser Fall.  Aber zum Glück sei er Einzelkind. Die Familie habe sich damit nicht weiter vermehren können, attestierte Petra Hummel.

Holt mehr Bier her, forderten die Katastrophensänger auf die Melodie von „Hit the road Jack“. Leon Preiss, Marco Ziegler, Martin Karch, Michael Blechinger und Neuzugang Frithjof Schaefer zogen akustisch vom Leder und warfen bei ihrem Kundekot-Protestsong rote Beutel in den Saal. Die waren Gott sei Dank eher harmlos gefüllt.

Im feuchtwarmen Dschungel wuchsen die Haare von Moderater Jochen Hummel rasend schnell. Die Tanzgruppe „Nadierli“ um Nicole Maier-Heidt und Evi Wirth griff zur Schere. Die adretten Friseusen schnitten bestens ab. Sie rollten auf Stühlen über das Tanzparkett, föhnten und lasen am Spiegel eine Zeitschrift. Das war einer der Top-Auftritte an diesem Abend.

Was macht ein Auenheimer, wenn er im Dschungel eine Schlange sieht? Er stellt sich hinten an. Mit diesem Witz kündigte Petra Hummel Christian Habelt an. Der hatte Jungmusiker Marlon Matthiß mit dabei. Habelt war auf Diät und zog einen Jägermeister dem Smoothie vor, weil der deutlich mehr Kräuter als der andere Vitamine hat.

Zucker, Honig und Kürbiskuchen. Die „Nachtgrabben“ um Sabrina Keck und Annabell Heitz schwelgten bei ihrem Tanz verführerisch in zuckerreichen Süßigkeiten und verteilten beim Einzug bereitwillig Lollipops an die Saalgäste.

Einen glanzvollen Schlusspunkt in hoher Qualität setzten die Hupfdolen. Alina Fimeyer und Charlotte Wirth ließen sich mit ihrem erweiterten Prinzengarde-Team vom Motto des Abends inspirieren. Die jungen, hübschen Damen zeigten einen fernsehreifen Dschungel-Tanzauftritt. Tontechniker Manfred Hummel hatte diesmal vorsichtshalber die Zugabe vorbereitet. Und die wurde heftig gefordert und auch geliefert.